Inhalt:

  1. Zu viel Milch
  2. Zu wenig Milch
  3. Wunde Brustwarzen
  4. Milchstau
  5. Brustentzündung
  6. Soor

 

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Zu viel Milch

 

Das Problem von zu viel Milch tritt meist erst nach 3-4 Wochen auf. Gründe können sein:

Falsches Stillverhalten (zu frühes oder zu häufiges Wechseln der Seiten)

hormonelle Störungen

Folgen:

Das Kind bekommt zu wenig der vielen Milch

unruhige Kinder, Abwehrhaltung

Kind verschluckt sich

schaumige, grüne Stühle, weil das Kind nur lactosehaltige Vordermilch bekommt

ständig volle Brüste (Milch kann „ausrinnen“)

wiederkehrende Milchstaus, da das Kind die Brust nicht ausreichend entleert

Maßnahmen:

·         auf die Zeichen des Kindes achten und es selbst bestimmen lassen

·         Kind öfters aufstoßen lassen

·         nur eine Seite pro Mahlzeit geben

·         verschiedene Stillpositionen

·         vor dem Anlegen Brust ausstreichen

·         nach dem Stillen kalte Wickel

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Zu wenig Milch

Ist oft mit großen Ängsten verbunden, ist auch oft die Urasche für frühes Abstillen.

So erkennen sie , ob ihr Kind ausreichend Muttermilch erhält:

§          häufiges stillen (ca. 5-10x in 24 Stunden)

§          gutes Gedeihen

§          man hört das Kind während des Stillens schlucken

§          Brust ist nach dem Stillen weicher

§          mindestens 6 nasse Windeln in 24 Stunden

§          Kind weist eine glatte Haut auf und hat einen guten Muskeltonus

§          eine Gewichtszunahme von ungefähr 150 Gramm pro Woche

 

Maßnahmen:

§          häufiges Anlegen und häufiges Wechseln der Seite

§          Anlegetechnik optimieren

§          auf effektives Saugen achten

§          während des Stillens Brust massieren

§          ev. zusätzliches Abpumpen

§          Schnuller und Saughütchen vermeiden

§          Zufüttern nur im Notfall

 

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    Wunde Brustwarzen

    In den ersten Tagen sind die Brustwarzen sehr empfindlich, werden die Schmerzen aber stärker und dauert das Wundsein länger an, muss man etwas dagegen tun.
    Häufigste Ursache dafür ist falsches Anlegen. Erfasst das Baby die Brustwarze nicht richtig kann es zum Wundsein kommen, jedoch ist gut zu wissen, dass diese häufigste Ursache am einfachsten zu beheben ist. Achten sie darauf, dass sie das Baby in einer für sie bequemen Position richtig anlegen und dass der Mund des Kindes richtig geöffnet ist und das Kind effektiv an der Brust saugt. Wenn das Kind nicht mehr richtig saugt und schluckt, lösen sie das Vakuum so, dass das Kind nicht an der Brustwarze nuckelt.


    Maßnahmen:
    Kontrolle/Änderung der Stillposition
    weite Kleidung, keinen BH tragen
    Stilleinlagen nur im Notfall verwenden
    für ausreichend Luftzufuhr sorgen
    eventuell Lanolinsalbe (Wollfett) verwenden
    Kontaktaufnahme mit einer Stillberaterin 

     

     

     

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    Milchstau

    Zeichen eine Milchstaus sind empfindliche, warm/heiße eventuell gerötete Stellen an ihrer Brust. Es wäre auch möglich, dass sie einen schmerzhaft begrenzten Knoten ertasten.

    Ursachen für einen Milchstau sind:

    ·         Mangelnde Entleerung der Milchgänge hervorgerufen durch falsches Anlegen oder durch ineffektives Saugen

    ·         mechanische Ursachen, wie Stoß-oder Druckeinwirkungen

    ·         Stress (Adrenalin blockiert den Milchspendereflex)

    ·         Müdigkeit

    ·         gestörter Milchspendereflex

    Zu Milchstau neigen eher Frauen mit sehr reichlicher Milchmenge.

    Der Übergang zu einer Brustentzündung ist fließend.

    Maßnahmen:

    ·         häufiges Entleeren der Brust (auf korrektes Anlegen achten)

    ·         ca.5 Minuten vor dem Stillen feuchtwarme Wickel (damit die Milch besser fließt)

    ·         Brustmassage

    ·         nach dem Stillen für ca.20 Minuten Kälte auf die betroffenen Stellen

    ·         ev. Entleeren der Brust mittels Hand oder Pumpe


     

    Brustentzündung (Mastitis)

    Eine Brustentzündung ist eine Krankheit.
    Die häufigste Ursache sind wunde Brustwarzen als Eintrittspforte für Bakterien. Es kommt zu den selben Symptomen wie bei einem Milchstau, zusätzlich kann es noch zu Fieber und Gliederschmerzen kommen. Bei einer Brustentzündung brauchen sie Ruhe , eine kompetente Beratung und Hilfe. Tritt nach 1-2 Tagen keine Besserung auf, so ist die Gabe von Antibiotika notwendig.
    Es ist wichtig das Kind in dieser Zeit weiter zu stillen, durch ein rasches Abstillen kann sich die Brustentzündung verschlimmern.
     

     
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    Pilzinfektion (Soor) der Brust

     

    Für eine Pilzinfektion gibt es verschiedene Ursachen, z.B. wunde Brustwarzen über längere Zeit, Antibiotikatherapie. Symptome für eine Infektion sind:
    Zu Anfang leicht glänzende, später stark glänzende gerötete Brustwarzen.
    Juckreiz
    Schuppige Brustwarzen
    Weiße Beläge auf den Brustwarzen
    Schmerzen während und auch nach dem Stillen
    Oft ist auch eine gleichzeitige Infektion im Scheidenbereich zu beobachten.


    Anzeichen können sie auch bei ihrem Baby erkennen.
    Weiße Belege auf der Zunge und in den Wangentaschen
    Pilzinfektion im Windelbereich


    Eine Infektion kann auch symptomlos verlaufen.


    WICHTIG: Behandlung von Mutter und Kind

     

     

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