Inhalt:

  1. Beikost
  2. Abstillen
  3. Flaschennahrung

 


Die Ernährung des gesunden Neugeborenen/ Beikost

1. – 5. Monat: Muttermilch oder Säuglingsanfangsnahrung
Während der Schwangerschaft wurde ihr Baby optimal über die Nabelschnur mit allen Nährstoffen versorgt die es brauchte. Nun braucht ihr Baby eine Nahrung die speziell auf seine Bedürfnisse außerhalb abgestimmt ist. Muttermilch liefert neben allen wichtigen Nährstoffen auch wichtige Abwehrstoffe und deckt somit alle Bedürfnisse ab.
Sollten sie sich entschieden haben nicht zu Stillen, gibt es ein grosses Angebot an Säuglingsnahrung, welche ebenfalls alle Nährstoffe liefert die ein Baby für eine gesunde Entwicklung braucht. Die Inhaltsstoffe sind ständigen Kontrollen unterworfen, sodass sie ihr Baby auch mit künstlicher Milchnahrung füttern können. (Siehe: Künstliche Babynahrung)

5. – 7. Monat: Beikost
Ab dem 6ten Monat bekommt das Baby zusätzlich zur Mutermilch Beikost. Das Kind gibt Zeichen, ob es lieber pürierte Beikost hat oder weiche Kost, die es selber in den Mund steckt und mit der Zunge zusammendrückt.
Empfehlenswert ist, langsam mit der Einführung von Beikost zu beginnen. Geben sie beispielsweise zur Mittagsmahlzeit zusätzlich einen Brei aus Gemüse und Kartoffeln, lassen sie das Kind so viel essen wie es mag und anschließend bieten sie dem Baby nochmals die Brust an. Anfangs wird ihr Baby eher wenig von der neuen Kost essen, so kann sich das Verdauungssystem besser umstellen.
Zu empfehlen ist ebenfalls, zu Beginn nur eine Sorte Gemüse beizufüttern, bis sich das Kind und sein Verdauungssystem daran gewöhnt hat. Wenn sie dann eine neue Gemüsesorte hinzufügen können sie sofort erkennen was ihr Baby eventuell nicht gut verträgt. Für den Anfang sind Kürbis, Karotten oder Zucchini ideal.
Sie können nach einigen Wochen auch beginnen ihrem Kind als Nachspeise zum Mittagessen püriertes oder weiches Obst anzubieten. Ab dem 7ten Monat darf es auch 1-3 mal wöchentlich Fleisch essen.
Bieten sie ihrem Kind zum Essen etwas Wasser aus einem Becher oder einer Schnabeltasse an, es soll sich an andere Flüssigkeiten gewöhnen können.
Ab dem sechsten bis siebten Monat, nachdem sie für etwa vier Wochen die Nachmittagsmahlzeit eingeführt haben, können sie auch noch eine weitere ersetzen. Dies ist individuell unterschiedlich.


6.- 12. Monat: Essen am Familientisch
Ihr Baby lernt mit der Zeit zu kauen, geben sie ihm hin und wieder weiche Stücke an denen es herumkauen kann. Das Kind lernt nun mit den Erwachsenen am Tisch zu essen. Anfangs wird ihr Baby kleine Mengen von fester Nahrung zu sich nehmen, sie können dies gerne mit Brei ergänzen, später wird es eine ganze Mahlzeit mit fester Nahrung ersetzen.

Das Baby sollte noch keine unverdünnte Kuhmilch zu sich nehmen.

Besprechen sie die individuelle Ernähung ihres Kindes mit ihrer Ernährungsberaterin oder ihrem Kinderarzt.
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Das Abstillen des Babys

Man unterscheidet je nach Grund des Abstillens drei verschiedene Arten:
1. Das langsame Abstillen durch das Kind
2. Aktives Abstillen durch die Mutter
3. Das abrupte Abstillen

1. Abstillen durch das Kind
Um dem 5-7 Monat lernt ihr Baby zusätzlich zur Muttermilch feste Nahrung zu sich zu nehmen. Mit der Zeit wird ihr Kind dieses Bedürfnis immer mehr zeigen und so weniger an der Brust trinken. Oft ist es so, dass Babys gegen Ende der Stillzeit hin, nur mehr abends, oder morgens an der Brust trinken und ansonsten feste Nahrung zu sich nehmen. Um den Abstillprozess dem Rhythmus ihres Kindes anzupassen wird es von Stillvereinigungen empfohlen die Brust nicht mehr aktiv anzubieten, sie aber auch nicht zu verweigern. So verläuft das Abstillen entsprechend den kindlichen Bedürfnissen.
Während des natürlichen Abstillprozesses saugen die Babys an der Brust immer kürzer und weniger intensiv, sodass weniger Milch gebildet wird. Meist nimmt dabei die Mutter kaum Veränderungen an der Brust wahr. Das Kind saugt nun auch nicht nur aus Nahrungs- oder Durstzwecken an der Brust, sondern weil es Nähe, Geborgenheit oder auch Trost sucht.


2. Aktives Abstillen durch die Mutter
In unserem Kulturkreis ist es meist so, dass nicht abgewartet wird bis sich das Kind von alleine abstillt, sondern dass die Mütter entscheiden wann es so weit ist. Gründe dafür können persönliche Umstände oder aber auch der Druck der Gesellschaft sein, denn stillt heutzutage eine Mutter länger als 1 Jahr, wird sie mit Fragen konfrontiert: „Was du stillst noch?“, oder aber auch „Dein Kind braucht deine Milch jetzt nicht mehr.“ „Du kannst dich doch nur nicht von deinem Kind trennen.“
Aus medizinischen Gründen ist Langzeitstillen nicht nur gesund für Mutter und Kind, es fördert auch die psychische und kognitive Entwicklung des Kindes und ist ein wichtiger Aspekt hinsichtlich Nähe und Geborgenheit.
Beim aktiven Abstillen durch die Mutter, ist es sehr wichtig, dass die Bedürfnisse des Babys nach Nähe, Zuwendung und Körperkontakt auf eine andere Weise befriedigt werden, z.B. durch kuscheln, singen, etwas vorlesen, spielen... Die Mahlzeiten während des Tages kann man besser und schneller ersetzen, als jene am Abend oder am Morgen, denn dann ist ihr Bedürfnis nach Nähe am größten. Der Abstillprozess durch die Mutter sollte dem durch das Kind ähneln, indem er nicht abrupt gemacht wird, sondern allmählich und mit Geduld über mehrere Monate. Beim Abstillen durch die Mutter kann es sein, dass dem Kind die Brust fehlt und es nach einem Brustersatz sucht, Schnuller oder Daumenlutschen sind dann oft die Folge. Um dies zu vermeiden sollte der Abstillprozess wirklich langsam von Statten gehen.


3. Das abrupte Abstillen
Sollte ein abruptes Abstillen nötig sein, wenn beispielsweise die Mutter erkrankt, kann es dazu kommen, dass die Brüste sehr voll werden, spannen und sogar schmerzen. Die Milch sollte dann mit der Hand ausgestrichen oder leicht abgepumpt werden. Ausstreichen funktioniert unter der warmen Dusche besonders gut. Es sollte jedoch nicht zu viel Milch entleert werden, denn das regt die Milchbildung an, nur so viel entleeren bis das Spannungsgefühl und die Schmerzen weg sind. Nach dem Ausstreichen oder Abpumpen können kühle Wickel aus Quark oder Cool Bags die Milchbildung drosseln.
Wenn von heute auf morgen das Stillen eingestellt wird, kann es sein, dass ein sogenanntes „Milchfieber“ auftritt. Es ist in der Regel harmlos und sollte nicht mit ernsthaften Krankheiten verwechselt werden. Tritt dieses Fieber jedoch in Zusammenhang mit Rötung, Knoten und/oder Schmerzen an der Brust auf, ist eine Stillberaterin oder ein Arzt aufzusuchen.
Eine medikamentöse Unterstützung des Abstillens wird in besonderen Fällen vom Arzt verordnet, ist jedoch nicht die Regel, denn diese Medikamente haben Nebenwirkungen.
Das abrupte Abstillen kann ein emotionales Trauma für Mutter und Kind bedeuten, deshalb benötigen beide Trost, Zuwendung und Körperkontakt.
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3. Flaschennnahrung

Ohne Zweifel ist Muttermilch das Beste für ihr Kind, doch zum Glück gibt es heutzutage sehr gute Alternativen hierfür, denn nicht immer ist Stillen möglich. Die Zusammensetzung der künstlichen Babynahrung ist der Muttermilch sehr nahe und wird per Gesetz vorgeschrieben und streng kontrolliert. So können sie sich darauf verlassen, dass ihr Baby mit allen nötigen Nährstoffen die es benötigt versorgt wird.
Doch eines stellt sich doch immer wieder als schwierig dar:
1. die Vielzahl der Hersteller
2. die Altersangaben auf den Packungen
Achten sie darauf, dass die Nahrung dem Alter des Babys entspricht, und dass das Kind bei der Verdauung keine Probleme hat, ansonsten können sie versuchen der Hersteller zu wechseln und beobachten, wie ihr Baby darauf reagiert.
Es wird zwischen folgenden Nahrungsgruppen unterschieden:

1. Säuglingsanfangsnahrung
-PRE-NAHRUNG
Diese Produkte sind der Muttermilch am nächsten und sind somit ideal für alle Babys die nicht gestillt oder zugefüttert werden müssen. Pre-Nahrung kann „ad libitum“, das heisst nach Bedarf gefüttert werden, wie Muttermilch, man muss keine zeitlichen Abstände oder vorgeschriebene Mengen einhalten. Das gesamte erste Lebensjahr kann Pre-Nahrung gegeben werden, natürlich zusätzlich zur Beikost ab dem ca. 5 Lebensmonat. 
- 1ER NAHRUNG
Diese Nahrung enthält Lactose (Milchzucker) und Kohlenhydrate. Sie hält aber im Vergleich zur Pre-Nahung länger satt. Bitte achten sie bei dieser Nahrung genau auf die Zubereitung. Beim Kauf achten sie darauf, dass keine Saccharose (Zucker) enthalten ist.

2. Folgemilch 
- 2ER NAHRUNG
Sie ist als alleinige Milchnahrung nicht ausreichend, deshalb darf sie nur zusätzlich zur Beikost gegeben werden, ab dem ca. 5ten Lebensmonat. 2er Nahrung ist noch sättigender und enthält deshalb noch mehr Stärke. Es gibt jedoch keinen Grund die Anfangsnahrungen durch Folgemilch zu ersetzen.


- 3ER NAHRUNG
Auch diese Milch ist nicht unbedingt erforderlich, sie darf ebenfalls nur zusätzlich zur Beikost gegeben werden. Sie sind in verschienenden Geschmacksrichtungen erhältlich und enthalten daher viel Zucker und Aromastoffe. Man benötigt für diese Milch einen eigenen Sauger an der Flasche, da sie dicker ist.
Die Ernährung des gesunden Neugeborenen/ Beikost

 

 

 

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