Inhalt:

1. Mehrlinge

2. Frühgeborene

3. Kranke Neugeborene

4. Lippen-Kiefer-Gaumenspalte

 


 

 Mehrlinge stillen


Mehrlinge stillen, ist das möglich? JA es geht. Beim Milcheinschuss kommt es bei jeder Frau zu einer Überproduktion von Muttermilch – genug um mindestens Zwillinge voll stillen zu können. Trinkt nur ein Kind an der Brust geht die Milchmenge wieder zurück und stellt sich auf den Bedarf des Kindes ein. Sollen aber zwei oder mehr Kinder ernährt werden, so bildet der Körper, bedingt durch den doppelten/dreifachen Saugreiz und die doppelte/dreifache getrunkene Menge weiterhin mehr Milch. Es gilt nach wie vor: DIE NACHFRAGE REGELT DAS ANGEBOT.
Das Problem beim Stillen von Mehrlingen liegt also nicht in der Milchmenge sondern oft darin, dass mehrere besondere Faktoren dazukommen. So können Zwillinge und vor allem Drillinge zu früh zur Welt kommen. Daraus ergeben sich Erschwernisse für einen optimalen Stillbeginn.
Wichtig wenn sie Mehrlinge stillen: Nehmen sie Hilfe an. Sie brauchen eine gute Vorbereitung und Unterstützung besonders um die erste, oft schwierige Zeit zu meistern. Mehr als ein Kind zu versorgen erfordert viel Zeit und Kraft. Gönnen sie sich Ruhe, wann immer ihre Kinder dies zulassen.
Die Mutter kann selber entscheiden, ob sie Zwillinge gleichzeitig oder hintereinander stillen möchte. Zwillinge gleichzeitig zu stillen erhöht die Prolaktinausschüttung und somit die Milchausschüttung und man hat natürlich den Vorteil von Zeitersparnis.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten zwei Kinder gleichzeitig anzulegen, wenden sie sich für genauere Information und Hilfe am Besten an eine Stillberaterin in ihrer Nähe.
Drillinge erfordern natürlich noch mehr Organisation. Eine Drillingsmutter wird sehr viel Zeit mit Stillen und auch mit Abpumpen verbringen. Oft muss eine zweite Person unterstützend eingreifen und eins der Kinder mit abgepumter Milch füttern.
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Frühgeborene

Niemand ist darauf vorbereitet sein Baby zu früh auf die Welt zu bringen. In den meisten Fällen wird man vom plötzlichen Ende der Schwangerschaft überrumpelt und man braucht einige Zeit um mit der neuen Mutter/Vaterrolle zurechtzukommen. Zu den freudigen Gefühlen mischen sich Angst, Traurigkeit, Unsicherheit, Fragen und vielleicht auch Vorwürfe. Viele Mütter von Frühgeborenen fragen sich: Kann ich mein Kind überhaupt Stillen? Die Antwort ist JA. Das heißt bis das Kind selbstständig an der Brust trinken kann ist es für gewöhnlich ein langer und oft beschwerlicher Weg.
Muttermilch ist auf jeden Fall die optimale Ernährung für das Frühgeborene. Je unreifer das Kind zur Welt kommt, desto genauer ist die Zusammensetzung der Muttermilch angepasst an die Nährstoffe, die das Kind über die Plazenta erhalten würde. Die Muttermilch von Müttern, die vor dem errechneten Geburtstermin entbunden haben, weist einen höheren Gehalt an Antikörpern, Stickstoff, Natrium, Chlorid, Eisen, Fettsäuren und Eiweiß auf. Muttermilch ist die ideale Nahrung da sie am Besten verdaut und vertragen wird.
Es ist so, dass zu früh geborene Kinder in den meisten Fällen intensivmedizinische Betreuung brauchen und deshalb nicht gleich selber an der Brust trinken können. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass die Mutter eines Frühgeborenen sobald als möglich nach der Geburt mit dem Abpumpen beginnt, um die Milchbildung anzuregen und ihrem Kind diese wertvolle Nahrung zukommen zu lassen. Natürlich muss jede Mutter selber entscheiden ob sie ihr Kind später stillen möchte, doch gerade für den Beginn mit dem oft schweren Nahrungsaufbau ist Muttermilch ein großes Hilfsmittel. Der Magen- Darm- Trakt zu früh geborener Kinder ist noch unreif und muss erst langsam aktiviert werden. Muttermilch enthält eine Reihe von Substanzen, die die Verdauung in Gang bringen und die Reifung des Magen- Darm- Traktes beschleunigen.
Für viele Mütter ist die Situation mit ihrem Frühchen schwierig und sie haben oft gerade zu Beginn das Gefühl, dass sie im Vergleich zu Pflegepersonal und Ärzten nicht so viel für ihr Kind tun können. Indem sie Muttermilch fürs Kind abpumpen, machen sie sehr viel, was sonst keiner machen kann und sehr wichtig fürs Kind ist.
Um sobald als möglich die optimale Milchmenge durch Abpumpen zu erreichen ist es wichtig, dass die Mutter sobald es der Gesundheitszustand von Mutter und Kind zulässt Kontakt mit ihrem Kind in Form von Berührung, Riechen, Hören und Sehen aufnimmt. Die ideale Form dafür ist das Känguruhen, wobei das Kind aus dem Brutkasten herausgenommen wird und der Mutter oder dem Vater auf die nackte Brust gelegt wird.
Auch ist es wichtig, dass die Mutter richtig und regelmäßig abpumpt.
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Kranke Neugeborene

Wenn ein Baby nicht gesund auf die Welt kommt muss es meistens zur Abklärung oder oft auch für länger auf eine Säuglingsintensivstation verlegt werden. Diese Trennung ist für Mutter und Kind oft sehr plötzlich und unerwartet. Oft macht man sich in der ersten Zeit keine Gedanken ums Stillen, da die Angst und Unsicherheit im Vordergrund steht. Es ist aber wichtig, dass sie sobald als möglich mit dem Abpumpen beginnen, auch wenn das kranke Kind vielleicht nicht gleich an ihrer Brust trinken kann. Durch das Abpumpen wird die Milchbildung angeregt und sobald es der Gesundheitszustand ihres Kindes zulässt kann man das Kind zum Saugen an die Brust legen.
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Lippen– Kiefer– Gaumenspalte

Wird ein Kind mit einer Lippen- Kiefer Gaumenspalte geboren ist es im ersten Moment für alle ein Schock und die Eltern brauch meist eine gewisse Zeit um sich daran zu gewöhnen. Man stellt sich sicher bald die Frage, kann ich das Kind stillen oder nicht? Es gibt verschiedene Formen von Lippen Kiefer Gaumen Spalten und je nach Spaltfehlbildung wird das Stillen nicht einfach sein. Auf jeden Fall brauchen sie eine Fachperson, die sie auf dem Weg zum Stillen unterstützt.

 

 

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